Naturschutzgebiete

By January 14, 2016Kitespots

Kitesurfen am Maasvlaktestrand (Slufter) und am Strand von Oostvoorne

Kitest Du gelegentlich am Maasvlaktestrand (Slufter) oder am Strand von Oostvoorne? Erfahre hier über eine in diesen Gebieten geplante Untersuchung zur Umweltverträglichkeit des Kitesurfens. Denn Kitesurfen und Naturschutz vertragen sich leider nicht immer.

Kitesurfen in Deutschlands Wattenmeer – Verbote drohen

Die Verbote drohen, sowohl in Deutschland als auch an den Küsten der Niederlande. Seit dem Jahr 2011 ist das komplette deutsche
Wattenmeer zusammen mit dem niederländischen Wattenmeer-Schutzgebiet als Weltnaturerbe der UNESCO ausgewiesen. Zusätzlich ist das Wattenmeer fast flächendeckend Teil des europäische Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 sowie auch viele weitere Küstengebiete an der niederländischen Küste. Konflikte zwischen Naturschutz und Kitesurfen sind vor allem auf die Scheuchwirkung zurückzuführen, welche von Kitesurfern auf Vögel und auch Seehunde ausgeht. Hierbei kommt dem Segel eine besondere Bedeutung zu, da dieses weit sichtbar ist, gleichzeitig dicht über dem Boden stehen kann und von Vögeln offenbar für einen Greifvogel gehalten wird. In Verbindung mit der hohen Geschwindigkeit der Kitesurfer löst der Anblick instinktiv eine Fluchtreaktion aus, auch wenn von dem Sportgerät kaum eine direkte Gefahr (z.B. Kollision) für die Vögel ausgeht.

Bitte halte Dich an die Regeln und Vorschriften, damit diese Kitespots nicht geschlossen werden. Und passe gut auf: es befindet sich eine neue Pfahlreihe am Maasvlaktestrand (Slufter)! In Kürze werden vor Ort Flugblätter verteilt und Hinweistafeln aufgestellt, um die Kitesurfer ausführlicher zu informieren.

Untersuchung zur Belastung von Vögeln durch das Kitesurfen

Werden die Vögel im Naturschutzgebiet in der Nähe von Oostvoorne und der Maasvlakte durch das Kitesurfen gestört? Und beachten die Kiter die Grenzen dieses Naturschutzgebietes? Dies wird bis 2018 untersucht. Der Anlass für diese Untersuchung ist die Feststellung, dass die Zahl der Vögel im Naturschutzgebiet Slikken van Voorne/Hinderplaat weit hinter dem gesetzten Ziel zurückbleibt. Neben den Auswirkungen des Kitesports werden auch andere mögliche Ursachen dieser Entwicklung untersucht. Zum Beispiel, ob die Vögel ausreichend Futter im Boden finden können. Abhängig von den Resultaten wird beschlossen, ob das Kitesurfen am Maasvlaktestrand (Slufter) und am Strand von Oostvoorne auch weiterhin gestattet bleibt. Diese Untersuchung wird von Rijkswaterstaat in Zusammenarbeit mit der Provinz Süd-Holland, der Stiftung Zuid-Hollands Landschap, dem niederländischen Kitesurfverein NKV, der Arbeitsgemeinschaft für Erholung Recreatieschap Voorne-Putten-Rozenburg und den Gemeinden Rotterdam und Westvoorne ausgeführt.

Achte auf die Pfähle!

Während der Untersuchung ist Kitesurfen am Maasvlaktestrand (Slufter) erlaubt. Beachte jedoch bitte unbedingt die neue Pfahlreihe, die vor kurzem am Strand aufgestellt wurde. Diese Pfähle markieren die Grenzen des Naturschutzgebietes. Mit der Reihe der Pfähle, die sich bereits am Strand befanden, wird das Verwaltungsgebiet der Stiftung Zuid-Hollands Landschap abgegrenzt. Im Wasser werden die Grenzen mit gelben Bojen gekennzeichnet. Auch in Oostvoorne darfst Du weiterhin kitesurfen, aber nur bis zu den Grenzen des Naturschutzgebietes. Der Korridor von Hawk, der bisher die Durchfahrt zwischen den Slikken van Voorne und Hinderplaat ermöglichte, wurde vor kurzem ebenfalls dem Naturschutzgebiet hinzugefügt. Infolge neuer Zugangsbeschränkungen dürfen sich ab jetzt nur noch Inhaber einer Genehmigung, wie z.B. registrierte Sportangler, Kanufahrer und Besatzungen von Rettungsbooten in diesem Gebiet aufhalten. Die Grenzen des Naturschutzgebietes und der Kitesurfspots sind auf der Karte deutlich eingezeichnet. Das Betreten des Naturschutzgebietes ist streng verboten. Die Verwaltung kontrolliert regelmäßig und verhängt bei Verstößen Bußgelder. Die Geldstrafe beträgt €200.

Warum eine Untersuchung?

Grundsätzlich vertragen sich Kitesurfen und Vogelschutz nicht sehr gut. Rijkswaterstaat will das Kitesurfen jedoch nicht ohne Weiteres verbieten. Darum soll untersucht werden, welche Auswirkungen das Kitesurfen auf die Ruhe- und Schutzgebiete der Vögel hat und ob Kitesurfer die Grenzen des Naturschutzgebietes respektieren. Die Untersuchung geht auf den Natura 2000 Verwaltungsplan Voordelta 2015-2012 zurück, der unter der Leitung von Rijkswaterstaat abgefasst wurde. In diesem Plan wird deutlich beschrieben, wie die Instandhaltung der Natur im Voordelta zu erfolgen hat, wo Verbesserungen vorzunehmen sind und welche Maßnahmen hierfür erforderlich sind.